Als Methoden kommen im Rahmen der Diagnostik aber auch als Grundlage der Beratung und Supervision folgende Standards zur Anwendung:
Intensives Aktenstudium mit fragestellungbezogener Analyse und Datenextraktion
Gerade bei langjährigen Fallverläufen oder transgenerationalen Prozessen gehen sowohl wichtige anamnestische Daten als auch z.B. dokumentierte erfolgreiche Strategien verloren. Daher wird auf eine intensive Auseinandersetzung mit der Aktenlage und den Vorbefunden sehr viel Wert gelegt und soll auch die Wertschätzung für die bisher im Fall geleistete Arbeit repräsentieren.
Objektivierte hermeneutische Biographiearbeit
Mittels Interviews mit Eltern, Klient und weiteren natürlichen oder professionellen Bezugspersonen und nachfolgender hermeneutisch (Wissenschaftsmethodik) angelegter Textanalyse wird ein über das aktuelle Erlebensfeld hinaus erweitertes inhaltliches Feld zugänglich welches zumeist dynamisch wirksam ist aber durch klassische positivistische Ansätze nicht ausreichend erfasst werden.
Standardisierte Fragebögen
Zum Einsatz kommen:
SCL- 90 – R ( Symptom Checkliste)
YSR Youth Self Report
CBCL 4 – 18 (Child behavior Checklist)
TRF (Lehrerfragebogen)
Anamnesebogen (Meilensteine der kindlichen Entwicklung, Krankengeschichte, Familienanamnese)
AFS Angstfragebogen für Kinder
DIKJ Depressionsinventar für Kinder und Jugendliche
Alle Fragebögen werden NICHT quantitativ sondern qualitativ ausgewertet und inhaltlich die Einzelaussagen in den Befund integriert.