1-2-GO! Klinische Jugendhilfe - Entwicklungschancen für Kinder und Jugendliche
Hilfe für Jugendliche und Kinder
 

Settings

 

 

 

 

 

Um den individuellen Bedarfen der Klienten  gerecht zu werden können wir mit unseren Partnern Kaspar-X und Kaspar-Xchange eine Vielzahl unterschiedlicher Settings zur Verfügung stellen.

Alle Hilfeformen werden durch die spezifische Kompetenz von 1-2-GO! Klinische Jugendhilfe im Bedarfsfalle begleitet und gerahmt, so dass oftmals die multiple belasteten Klienten erstmalig pädagogisch orientierte Hilfeformen wirklich nutzen können und Entwicklungsprozesse trotz schwieriger Ausgangsbedingungen wieder möglich werden.

Bitte informieren Sie sich doch hier über die Angebote und nehmen Sie bei Fragen oder spezifischen Bedarfen Kontakt zu uns auf.

Standprojekte im Inland und der EUREGIO (Grenzgebiet Belgien und Niederlande)

Standprojekte Ausland

Kurzzeitprojekte und Time-Out Maßnahmen

Betreuungsangebot IBW (Intensiv Betreutes Wohnen)

Erziehungsstellen

Ambulante Maßnahmen als modulares System

Flexible ambulante Betreuung

Familienorientierte Beratung und Betreuung

Ambulante Hilfen SGB XII

Zentrale Betreuungsbereiche

Lebenspraktischer Bereich

Soziale Integration

Das Euregioprojekt - Hilfe für deutsche Jugendliche im Ausland

Schulische und berufliche Förderung

 

Standprojekte im Inland und der EUREGIO (Grenzgebiet Belgien und Niederlande)

  • Einzelbetreuung im und am Haushalt des Betreuers
  • Kriseninterventionen
  • Inobhutnahmen
  • Pädagogische Clearingphasen
  • Kurzzeitprojekte und Time-Out Maßnahmen

Jugendliche leben hier in Gemeinschaften mit ihren Betreuern zusammen. Die strukturellen Ressourcen werden durch die am Projekthaus anliegenden Apartmentwohnungen oder Räumlichkeiten im Haus der Betreuer ermöglicht. Viele Jahre aktiver individualpädagogischer Tätigkeit haben einen großen Pool vielfältigster Arbeits- und Freizeitprojekte geschaffen (siehe auch Kurzzeitprojekte und Time-Out Maßnahmen).
In den ländlichen Regionen der Eifel, Münsterland, Selfkant, Hessen und Thüringen und dem nahe gelegenen Grenzgebiet (NL und B) nutzen Betreuerpaare und Einzelbetreuer die Möglichkeiten der ländlich und abgeschieden gelegenen Standorte als Medium zur intensiven Einzelfallhilfe.
In der grenznahen Region zu Aachen leben die Jugendlichen mit den infrastrukturellen Möglichkeiten der Stadt Aachen. Die Zusammenarbeit mit den belgischen und niederländischen Behörden ist gegeben. Im Einzelfall sind die belgischen und niederländischen Jugendhilfestellen im Rahmen der Amtshilfe Partner für das Landesjugendamt Rheinland, wobei die Kriterien des SGB VIII mitgetragen und erfüllt werden.
Ziel der Maßnahmen ist es, individuelle Bedingungen anzubieten, die der Jugendliche als Chance erleben kann und entsprechend seiner eigenen Möglichkeiten nutzen lernt.
Die Betreuungsintensität wird in einem ausgewogenen Verhältnis von Nähe und Distanz in angemessenen Schritten vom Bedarf des Jugendlichen gesteuert. Die angebotene Nähe ermöglicht es dem Jugendlichen, auch Rückschritte zu machen und sich trotzdem im Schutz einer intensiven Bindung und eines zuverlässigen Unterstützungsangebotes zu befinden. Die beginnende Betreuungsintensität entspricht der Intensiven Einzelfallhilfe, einer 1:1 Betreuung.
Im Einzelfall besteht die Möglichkeit einer Co-Betreuung. Bei einer Co-Betreuung werden die alltägliche Grundversorgung und die Betreuung "rund um die Uhr" durch das Standprojekt sichergestellt. Die Betreuung wird durch einen externen Betreuer ergänzt, der spezifische Betreuungsbereiche in enger Kooperation mit der Projektstelle übernimmt. Diese Form der Betreuung ermöglicht uns die gezielte Erweiterung eines Settings mit spezifischen Kompetenzen und eröffnet weitere Gestaltungsspielräume. Geignet ist diese Betreuungsvariante auch auf dem Weg zur Verselbstständigung, wenn eine Überleitung in das IBW oder in die eigene Wohnung langfristig in Kontinuität durch eine Fachkraft umgesetzt werden sollte.
Ein Projekthaus (Kernhaus) dient als Notaufnahmestelle, zur Inobhutnahme, für Clearing- und Motivationsphasen und zur Krisenintervention für Jugendliche aus laufenden Projektstellen von Kaspar-X. Die im Projekthaus lebenden Betreuer ermöglichen den Jugendlichen die Anbindung an Kaspar-X und gewährleisten in Zusammenarbeit mit ergänzenden Betreuungskräften die Planung und Ausgestaltung weiterer Betreuungsintervalle.
Hier kann auch im Sinne der Stationären Pädagogisch Psychiatrisch und Psychodynamischen Prozessdiagnostik aufgenommen werden.
Im Rahmen von Einzelfallvereinbarungen mit dem Kostenträger fand dieses Konzept mehrfach auch sinnvolle Anwendung für die Arbeit mit seelisch, psychisch und geistig behinderten Menschen.

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Standprojekte Ausland

  • Einzelbetreuung im und am Haushalt der Betreuer zzt. in Portugal, Spanien, den Kanaren, Irland, Österreich u.a.
  • Reiseprojekte
  • Kurzzeitprojekte und Time-Out Maßnahmen

Auslandsprojekte stellen in der Regel einen integralen Bestandteil einer individualpädagogischen Gesamtmaßnahme dar. Der Aufenthalt in einem Standprojekt im Ausland kann je nach individuellem Hilfebedarf variieren. Abhängig von der jeweiligen Indikation bieten wir Kurzzeitprojekte, Time-Out Maßnahmen von sieben Tagen bis zu mehreren Monaten, Projektaufenthalte zur Berufsorientierung, "Patenfamilien" und im Einzelfall auch langfristige Aufenthalte mit der zeitlichen Orientierung am erreichten Schulabschluss, Berufsausbildung oder Verselbstständigung an. Alle Maßnahmen beginnen grundsätzlich mit der Vorbereitung und Aufnahme in Deutschland und haben die Reintegration in die Lebenszusammenhänge in Deutschland zum Ziel.
Für viele Jugendliche ist der aktuelle Lebensmittelpunkt durch z.B. stark gestörte Familienstrukturen, lokale Szenen (Drogen-/Prostitutionsmilieu, Peergroups etc.) in Deutschland eine Sackgasse. Auch einzel- oder gruppenpädagogische Betreuungsangebote schaffen es dann häufig nicht, diese Jugendlichen so zu binden, dass sie sich einlassen können und eine positive Entwicklung initiiert werden kann.
Eine besondere Chance bietet in vielen Fällen ein individualpädagogisches Betreuungsangebot im Ausland, wo der Jugendliche fern von den Einflüssen seines gewohnt negativen Umfeldes zu sich und seinen eigentlichen Bedürfnissen finden kann. Wichtige Aspekte für eine Neuorientierung können dabei die Einflüsse und das Kennenlernen einer anderen Kultur und Sprache sein. Die häufig eintretende Entspannung nach einer ersten Phase der Eingewöhnung eröffnet die Chancen, im fremden Umfeld neue Verhaltensmuster zu entwickeln und die eigenen Ressourcen wahrzunehmen und individuell zu erschließen. Ein Aufenthalt im Ausland kann eine `Initialzündung´ (z.B. Reiseprojekt) oder auch eine längerfristige stationäre Betreuungsmaßnahme sein und ist abhängig von der individuellen Situation und dem Alter des Jugendlichen.
In Zusammenarbeit mit unseren Koordinatoren in Portugal, Spanien, den Kanaren und Irland wird der Jugendliche für eine angemessene Zeit von ausgewählten Betreuern mit entsprechender fachlicher Kompetenz betreut. Eine wichtige und zentrale Voraussetzung für die kontinuierliche Arbeit mit den Jugendlichen ist auch hier das bestehende Netzwerk aus Koordination und Betreuungsstellen in dem jeweiligen Gastland. Es sichert zum einen die kollegiale und stützende Zusammenarbeit der betreuenden Mitarbeiter in einem Team und ermöglicht zum anderen das Auffangen des Jugendlichen in Krisensituationen. Die Arbeit im Netzwerk bietet darüber hinaus eine Verknüpfung von persönlichen und fachlichen Ressourcen, welche die Chancen einer positiven Entwicklung vergrößern und das Risiko eines Abbruchs reduzieren.
Die ansässige Projektleitung/Koordination entspricht den Erwartungen und Standards unserer Einrichtung, sichert die Krisenintervention sowie die fachliche Begleitung der Betreuungsstellen. Die enge Zusammenarbeit mit der Projektleitung von Kaspar-X in Aachen gewährleistet für den Jugendlichen und weitere Partner und Bezugspersonen im Hilfesystem die Verlässlichkeit und Kontinuität auch bei Veränderungen der Hilfe.
Die Rückführung und eine individuell abgestimmte weitere Betreuung in Deutschland werden durch unser Projekt gewährleistet und sichergestellt.
Analog zu den Qualitätsstandards für Auslandsmaßnahmen sehen wir uns als gesamtverantwortlich für die korrekte und verantwortungsvolle Durchführung der Maßnahme. Die mit dem Landesjugendamt verbindlich vereinbarte Selbstverpflichtung ist als maßgebliche Orientierung zur Durchführung der Betreuungsstandards zu verstehen und bei der Hilfeplanung unerlässlich.
Die gleichen Qualitätsstandards gelten ebenfalls für das im Folgenden beschriebene Euregioprojekt und unsere Projektstellen im Grenzland.

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Kurzzeitprojekte und Time-Out Maßnahmen
In Zusammenarbeit mit verschiedenen Trägern im In- und Ausland werden gruppenpädagogische Erlebnismaßnahmen durchgeführt, z.B. Bootsbau, Filmprojekte, Reitprojekte, archäologische Ausgrabungen. Die Durchführungszeit solcher Maßnahmen variiert von sieben Tagen bis zu mehreren Monaten.
Nach demselben Prinzip organisieren wir für unsere Projektstellen und Kleingruppenangebote Projekte und Auszeiten ("Time-Out") in Form dezentralisierter Angebote als Teil der Gesamtmaßnahme. Klar definierte Projektphasen ermöglichen dem Jugendlichen spezifische Erfahrungen in den Bereichen Integration in Arbeit/Schule und soziale Integration in unterschiedlichen Kontexten zu machen. Der "Blick über den Tellerrand" eröffnet die Chance dokumentierter positiver Ereignisse für die eigene Biografie (z.B. Praktikumszeugnis, Werkerbescheinigung, selbst erstellte Dokumentation über Teilnahme an einem Entwicklungshilfeprojekt u. ä.)
In Krisenzeiten schaffen die Projekte eine Möglichkeit, deeskalierende Auszeiten mit positiven Inhalten zu füllen und auf diesem Wege Abbrüche zu minimieren. Für die Projektphasen steht uns ein Netzwerk von Angeboten zur Verfügung: Arbeitsprojekte in einer alten Hofanlage in Norddeutschland, Projekte auf Reiterhöfen im In- und Ausland, Projektstellen mit handwerklichen Betätigungsfeldern im In- und Ausland, Teilnahme an nachhaltigen Entwicklungshilfeprojekten in Indien und Namibia, Naturschutzprojekten u.a..
Für einige Jugendliche haben sich aus derartigen Projekten "Patenfamilien" entwickelt, die von dem Jugendlichen als sein erweitertes, persönliches Lebensumfeld erlebt und immer wieder genutzt werden.
Je nach Projektort, Themen und Reisekosten können Zusatzkosten entstehen, die im Vorfeld einer Maßnahme thematisiert und zusätzlich bewilligt werden müssen.

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Betreuungsangebot IBW (Intensiv Betreutes Wohnen)
Kaspar-X stellt eingerichtete Appartements oder Zimmer in Wohngemeinschaften zur Verfügung. Alle Wohnungen befinden sich in gut erreichbaren und infrastrukturell gut angebundenen Umfeldern. Grundsätzlich hat der Jugendliche die Möglichkeit, seinen Wohnraum in Absprache mit dem Betreuer selbst zu gestalten. Der Wohnraum ist so ausgewählt, dass eine soziale Integration in das Wohnumfeld umsetzbar ist. Die räumliche Nähe ist so gewählt, dass aufsuchende Kontakte durch die betreuenden Mitarbeiter ohne längere Wegezeiten umsetzbar sind. Dies ermöglicht auch kurzfristige und sporadische Betreuungstermine und stellt die Grundlage für eine dem Bedarf angepasste unmittelbare und kontinuierliche Bezugsbetreuung dar. Die Bezugsbetreuung wird bei Bedarf durch weitere Mitarbeiter aus dem ambulanten Team ergänzt (Vertretung, spezielle Angebote). Die Einzelbetreuung durch die Bezugsbetreuung wird bei Bedarf nach sozialer Integration und Gruppenhinführung durch das Angebot von Freizeitgruppen (Sport, Spieleabende, Ausflüge, "Coolnesstrainings", Kooperation SHINSON Hapkido u.s.w.) ergänzt (siehe auch soziale Gruppenarbeit). Hierfür stehen uns im Stammhaus ein ausgestatteter Freizeitraum (Spiele, Billard, Kicker, Tischtennis, Computer, Fernseher), ein Gruppenraum und eine kleine Holzwerkstatt/Fahrradwerkstatt zur Verfügung. Für Notfälle besteht eine Rufbereitschaft rund um die Uhr.
Umfangreiche Erfahrungen und Ressourcen in der ambulanten Betreuung sichern eine Fortführung und "Betreuung aus einer Hand", wenn der Bedarf an Verselbstständigung im eigenen Wohnraum als folgerichtiger Entwicklungsschritt gereift ist. Sollte im Falle einer Veränderung der Anspruchsberechtigung eine Eingliederungshilfe gemäß SGB XII indiziert sein, begleiten wir nahtlos die Überleitung in das neue System und ermöglichen so Beziehungs- und Betreuungskontinuität.

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Erziehungsstellen
Erziehungsstellen sind Familien, Lebensgemeinschaften und Einzelpersonen mit pädagogischer Qualifikation, die ein bis zwei Kinder bzw. Jugendliche in ihren Haushalt aufnehmen. Das Setting bietet familiäre Geborgenheit, verbunden mit den Möglichkeiten professioneller pädagogischer Interventionen. Entwicklungsbeeinträchtigte bzw. verzögerte Kinder, die langfristig außerhalb ihrer Herkunftsfamilie leben müssen, erhalten in einem stabilen familiären Bezugsrahmen die für ihre positive Entwicklung nötigen Bedingungen und Hilfen. In eine Erziehungsstelle können bis zu zwei Kinder/Jugendliche vermittelt werden. Eine Bezugsperson in der Erziehungsstelle verfügt über eine pädagogische Qualifikation. Die Gewährleistung professioneller Standards und die Fortschreibung des Konzeptes wird durch die von Kaspar-X eingesetzte Fachberatung und die Einbindung in den Gesamtkontext der Einrichtung gesichert.

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Ambulante Maßnahmen als modulares System
(SGB VIII & SGB XII)

  • Clearing und Diagnose
  • Lebenspraktische Maßnahmen
  • Gruppenhinführung
  • Schulhinführung
  • Arbeitshinführung
  • Elternberatung, Elterntraining
  • Eingliederungshilfen (§ 35a & § 35a i.V.m. §41 SGB VIII)
  • Eingliederungshilfen (§§53ff SGB XII)

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Flexible ambulante Betreuung
Ausgehend vom individualpädagogischen Ansatz ist die ambulante Betreuung von Kindern, Jugendlichen, Familien und behinderten Menschen ein fester Bestandteil unseres Angebotes. Form und Umfang der Betreuung ergeben sich aus der individuellen Notwendigkeit des Einzelfalles und können bedarfsgerecht entsprechend den oben angeführten Bausteinen ausgestaltet werden. Detaillierte Informationen über die einzelnen Bausteine können als PDF-Datei eingesehen oder heruntergeladen werden.
Auch hier gilt es in erster Linie, ähnlich der Entwicklung im stationären Setting, auf der Basis einer vertrauensvoll aufgebauten Beziehung mit dem Klienten Ressourcen und Fähigkeiten zu entwickeln, seine Verselbstständigung zu fördern und gemeinsam mit ihm persönlich bedeutsame und erreichbare Ziele zu finden und zu verfolgen, wobei die Eltern- und Umfeldarbeit einen besonderen Stellenwert hat.
Viele unserer MitarbeiterInnen verfügen über besondere Qualifikationen in der systemischen Familienarbeit bzw. andere therapeutische Zusatzausbildungen.

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Familienorientierte Beratung und Betreuung
Ein differenziertes Beratungs- und Betreuungsangebot soll die Familien als Einheit stärken, da dies dem Kind in seiner Entwicklung am meisten nützt. Durch die Kooperation mit der Familie werden familiäre Ressourcen und sie umgebende Netzwerke, wie z. B. Freundeskreis, Schule oder Verein, genutzt. Es gilt ebenso, die individuellen Ressourcen und Fähigkeiten der Familienmitglieder nutzbar zu machen, wie die Erziehungskompetenz der Eltern weiter zu entwickeln.
In der Klärungsphase der familienorientierten Beratung und Betreuung werden gemeinsam mit den Klienten die Problemlage ebenso wie die Ressourcen erfasst, die Ziele entwickelt und ein Plan für die weitere Zusammenarbeit erstellt.
In den nächsten Monaten steht die kontinuierliche Beratung im Mittelpunkt der Veränderungsarbeit. Sie wird gegebenenfalls sowohl durch lebenspraktische Maßnahmen oder therapeutische Unterstützung als auch durch intensive ambulante Einzelfallhilfen ergänzt.
In der Phase der Konsolidierung geht es darum, die eingeleiteten Veränderungen nachhaltig im Lebensalltag der Familie zu stabilisieren. Dabei werden die für die Familie bedeutsamen Netze weiter einbezogen und die Betreuungsintensität reduziert.

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Ambulante Hilfen SGB XII
Zielgruppe des betreuten Wohnens sind Menschen, die Anspruch auf eine Eingliederungshilfe zum selbstständigen Wohnen gemäß §§ 53 ff SGB XII haben.
Wir unterstützen dabei, den Wunsch nach einem eigenständigen und selbstbestimmten Leben umzusetzen.

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Zentrale Betreuungsbereiche
Eine eigene Wohnung: Bei Bedarf kann die Betreuung mit der Überführung in die eigene Wohnung beginnen. Steht die zur Verfügung, richten wir das Augenmerk zunächst auf alle Punkte, die für den Erhalt und die Sicherung der Wohnung wichtig sind. Bei Bedarf ermöglichen wir auch das Wohnen in einer Wohngemeinschaft. Diese Wohnform kann sowohl dem individuellen Wunsch nach sozialer Integration entsprechen als auch das Trainieren der erwünschten Fähigkeiten für den Klienten erleichtern.

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Lebenspraktischer Bereich
Im Rahmen der Planung wird eingehend auf die persönlichen Stärken und den Hilfebedarf eingegangen.
Schwerpunkte sind zum Beispiel:

  • Haushalt führen (Ernährung, Geld einteilen, Reinigung und Wäschepflege u.s.w.)
  • Kontakte zu Ämtern, Ärzten u.a. Institutionen
  • konstruktive Freizeitgestaltung
  • Tagesabläufe, Zeiteinteilung, Terminplanung u.v.m.

Der Erhalt und die Ausweitung der Selbstständigkeit stehen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

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Soziale Integration
Zum Aufbau und zur Stabilisierung einer positiven Lebensperspektive gehören auch soziale Kontakte.
Darum unterstützen wir

  • den Aufbau und Erhalt von Kontakten, Freundschaften und Partnerschaft
  • die Integration ins Wohnumfeld
  • bei Bedarf auch die Angehörigen
  • bei der Lösung von Konflikten
  • Hobbys u.a. Freizeitgestaltung mit anderen

In diesem Bereich bieten wir auch freizeit- und erlebnispädagogische Angebote mit Gleichgesinnten an.

Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisse
Die Aufnahme und der Erhalt einer Arbeit, einer Aus- bzw. Weiterbildung werden von uns aktiv begleitet.
Im Einzelfall verfügen wir über die Möglichkeit, Praktikumsstellen und Beschäftigungsangebote aus dem Pool unserer Kontakte zu vermitteln, sollte der Bedarf für Überbrückungszeiten oder Arbeitserprobung entstehen. Darüber hinaus führen wir Arbeitsprojekte im handwerklichen Bereich durch.

Mitarbeiter in den Bereichen der ambulanten Hilfen
Dipl.-SozialpädagogenInnen, Dipl.-SozialarbeiterInnen, ErzieherInnen, Heilpäda-gogInnen, Dipl.-PsychologenInnen, ErgotherapeutInnen, u. a. Fachkräfte mit Praxiserfahrung in entsprechenden Berufsfeldern. Durch die unterschiedlichen Zusatzqualifikationen im Team stehen uns Kompetenzen in systemischer Familientherapie, Gestalttherapie, Transaktionsanalyse, Orientierungsanalyse, Sozialer Gruppenarbeit, Heilpädagogischem Reiten u.a. zur Verfügung.
Unsere Mitarbeiter sind in kollegiale Teams eingebunden, wodurch eine regelmäßige Reflexion und fachliche Rückkoppelung der Arbeit garantiert ist. Die Weiterentwicklung der Hilfe wird darüber hinaus durch die Anbindung an eine koordinierende Fachkraft aus dem Leitungsteam unterstützt.

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Das Euregioprojekt - Hilfe für deutsche Jugendliche im Ausland

  • Ambulante Maßnahmen
  • Stationäre Maßnahmen

In der Zusammenarbeit mit dem Landesjugendamt Rheinland, der Provinz Limburg, der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens sowie dem Jugendhilfeprojekt Kaspar-X konnte eine Vereinbarung entwickelt werden, wonach die Hilfe für Deutsche im Ausland aufgefangen werden kann, wenn Maßnahmen der zuständigen ausländischen Jugendhilfe nicht greifen. Entsprechend dem individuellen Bedarf können ambulante und stationäre Maßnahmen entwickelt werden, welche ebenfalls alle Qualitätsstandards für Auslandsmaßnahmen erfüllen.

 

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Schulische und berufliche Förderung

  • Einzel- und Fernbeschulung in Kooperation mit der Bischöflichen Marienschule Aachen, Sonderschule für Erziehungshilfe. Hierfür stehen geeignete Räume und ein interdisziplinäres Team unterschiedlicher pädagogischer Fachrichtungen zur Verfügung. Darüber hinaus ist auch die Nutzung anderer Fernlernsysteme möglich.
  • unterstützende Maßnahmen und enge Zusammenarbeit bei der Anbindung an Regelschulen im In- und Ausland

Grundsätzlich stehen alle Schulformen der Betreuungsregionen zur Verfügung.
Eine intensive und am Einzelfall ausgerichtete Zusammenarbeit mit den Sonderschulen in Aachen, den Haupt-, Real- und Gesamtschulen, Gymnasien sowie den alternativen weiterführenden Schulformen wie VHS-Kurs und Abendrealschule hat sich in der Vergangenheit im Zusammenspiel mit der individualpädagogischen Betreuungsarbeit bewährt. Die Kooperation mit den Regelschulen im Ausland ist bei erfolgreicher Integration in das Gastland in vielen Fällen möglich gewesen und von unseren Fachkräften vor Ort eng begleitet worden.
Der individuelle Hilfebedarf, die besondere Problematik der zu betreuenden Jugendlichen und die sensible Heranführung an klassische Leistungsmerkmale der schulischen Entwicklung erfordert häufig jedoch die schrittweise Heranführung an die Normalität von Schule und Lernen. Unterstützt werden wir hierbei besonders durch die enge Kooperation mit der Bischöflichen Marienschule in Aachen. Im Rahmen der Zusammenarbeit ist es uns möglich, Schüler, die zzt. auch im Kontext einer Sonderschule nicht beschulbar sind, durch Einzelbeschulungsmaßnahmen in Verbindung mit einer engen sozialpädagogischen Begleitung zu erreichen. Hierfür stehen geeignete Räume und ein interdisziplinäres Team unterschiedlicher pädagogischer Fachrichtungen zur Verfügung.
Die berufliche Entwicklung und Förderung im Betreuungsumfeld bekommt zunehmende Bedeutung, wenn sich der Jugendliche erst mal im Betreuungssetting gefestigt hat.
Neben den klassischen Berufs- und Ausbildungsbereichen fanden sich in der Vergangenheit verschiedene Jugendwerkstätten und andere Reintegrations-maßnahmen, die mit unserer Einrichtung erfolgreich kooperieren.
Auch darüber hinaus sind wir bemüht, individuelle Lösungen und Kontakte zu finden, die, abgestimmt auf die Fähigkeiten und Bedürfnisse der zu Betreuenden, auch alternative Berufs- und Beschäftigungsperspektiven schaffen, wenn normale Ausbildungs- und Berufswege nicht mehr realistisch sind.

 

Alle Hilfeformen werden durch die spezifische Kompetenz von 1-2-GO! Klinische Jugendhilfe im Bedarfsfalle begleitet und gerahmt, so dass oftmals die multiple belasteten Klienten erstmalig pädagogisch orientierte Hilfeformen wirklich nutzen können und Entwicklungsprozesse trotz schwieriger Ausgangsbedingungen wieder möglich werden.

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Diagnostik -  Beratung  -  Supervision  -  Weiterbildung  -   Gutachten  -  Hilfeplanung

1-2-GO! GmbH - Klinische Jugendhilfe |  Josefstraße 22  |  52080 Aachen